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Was ist, wenn dein Wettbewerbsvorteil durch KI plötzlich wegbricht?
und was Du machen kannst.
Wie ich mit einem einzigen Systembild ein ca. 20 Mitarbeiter-Projekt gewonnen habe – und warum genau dieser Vorsprung heute neu gedacht werden muss.
Worum es in diesem Beitrag geht
Was passiert, wenn etwas, das dich lange besonders gemacht hat, plötzlich für alle verfügbar wird?
Genau darum geht es in diesem Beitrag.
Konkret um drei Dinge:
Systembilder
Wie visuelle Denkmodelle helfen, komplexe Situationen zu verstehen und Kunden besser abzuholen.KI und Visualisierung
Warum schöne Bilder heute immer leichter entstehen – und warum genau das den eigentlichen Wettbewerbsvorteil verändert.Strategielandkarten / Wardley Maps
Wie du erkennst, wohin sich Kundenbedürfnisse, Märkte und Wettbewerber entwickeln.
1. Der Anfang: Ein Systembild im Jahr 2001
Es war der 6. September 2001.
Ich hatte gerade Frederic Vesters Buch „Die Kunst vernetzt zu denken“ gelesen.
Eine Idee daraus ließ mich nicht mehr los:
Komplexe Situationen versteht man nicht, indem man sie in einzelne Stichpunkte zerlegt.
Man versteht sie, wenn man ihre Zusammenhänge sichtbar macht.
Kurz darauf stand ich vor einem großen Projekt.
Es ging um ein komplexes MetaFrame-Umfeld mit:
Hunderten Usern
Server-Farmen
Storage
Security
Rollout-Phasen
Fachbereichen
Betrieb
Risiken
Erwartungen
Arbeit für über 20 MA
Normalerweise hätte man daraus eine lange Präsentation gemacht.
Viele Folien.
Viele Stichpunkte.
Viele technische Details.
Ich habe etwas anderes gemacht.
Ich habe ein großes Systembild A3 für jeden Teilnehmer auf den Tisch gelegt:

Systembild 2001
Und ich sagte sinngemäß:
„Bevor wir über Lösungen sprechen, sollten wir erst einmal gemeinsam verstehen, worüber wir eigentlich reden.“
Dann passierte etwas Entscheidendes, als wir durch die Nummern auf dem Systembild durchgegangen sind.
Die Kunden haben nicht nur zugehört.
Sie haben:
mitgedacht
ergänzt
korrigiert
neue Zusammenhänge gesehen
eigene Fragen eingebracht
Das Bild wurde nicht zur Präsentation.
Es wurde zum gemeinsamen Arbeitsinstrument.
Und dieses eine Bild hat mehr verkauft als jede Folienpräsentation zuvor.
2. Warum das Bild so stark wirkte
Rückblickend war nicht das Bild allein entscheidend.
Entscheidend war, was durch das Bild möglich wurde.
Der Kunde konnte plötzlich sehen:
Worum geht es hier wirklich?
Welche Elemente hängen zusammen?
Wo entstehen Risiken?
Welche Abhängigkeiten gibt es?
Welche Perspektiven fehlen noch?
Welche Entscheidungen müssen vorbereitet werden?
Das Systembild war also keine Dekoration.
Es war auch keine hübsche Infografik.
Es war ein Werkzeug, um gemeinsam zu denken.